KiWu-Ratschläge sind auch nur Schläge: Was du dagegen tun kannst

Die meisten Ratschläge in deiner KiWu-Zeit sind zwar gut gemeint, aber helfen dir nicht weiter. Im Gegenteil.

Dein Kinderwunsch stresst dich zusehends und du drehst langsam durch. Und als wären deine Nerven nicht ohnehin schon zum Zerreißen gespannt, bekommst du als Draufgabe von deinem persönlichen Umfeld noch unqualifizierte Ratschläge um die Ohren geknallt, wie zum Beispiel:

  • “Entspann dich einfach, dann klappt es schon.”
  • “Vielleicht solltest du mal eine Pause machen und dich auf andere Dinge konzentrieren.”
  • “Hast du schon mal an Adoption gedacht?”
  • “Sei doch froh, dass du keine Kinder hast, die sind nur anstrengend und teuer.”

Diese Ratschläge sind nicht nur komplett nutzlos, sondern auch oft richtiggehend verletzend. Denn sie zeigen, dass die Leute, die sie dir geben, keine Ahnung haben, was du durchmachst. Und: Sie sind keine Experten und können dir daher nicht helfen.

Warum geben dir die Menschen überhaupt Ratschläge?

Grund 1: Die meisten Menschen meinen es nicht böse, wenn sie dir Ratschläge geben. Sie wollen dir bloß helfen oder dich trösten. Sie haben aber leider nicht die geringste Ahnung, wie sie das tun sollen, weil sie sich nicht in deine Lage versetzen können. Sie haben vielleicht selbst problemlos Kinder bekommen oder eventuell nie einen Kinderwunsch gehabt. Ihre Prioritäten unterscheiden sich einfach von deinen und daher lebt ihr sozusagen in verschiedenen Welten.

Grund 2: Die Menschen geben dir Ratschläge aus egoistischen Motiven. Sie wollen (meist unbewusst) das Problem aus dem Weg räumen, damit sie sich nicht mehr damit befassen müssen. Dein Schmerz und deine Trauer belasten sie Und sie können oder wollen nicht zugeben, dass sie genauso ratlos sind wie du.

Wie kannst du dich schützen?

Du musst die Ratschläge deiner Mitmenschen NICHT annehmen. Du hast das Recht, selbst zu entscheiden, was für dich gut ist und was nicht. Auch, wenn dir oft das Gegenteil vermittelt wird. Du hast das Recht, deine Gefühle auszudrücken und deine Grenzen zu setzen, ohne als Zicke abgestempelt zu werden. Und du hast das Recht, dir professionelle Hilfe zu suchen, wenn du das Gefühl hast, dass dir das guttut.

Das kannst du tun:

  • Höre auf dein Bauchgefühl. Wenn du spürst, dass ein Ratschlag dir nicht passt oder dir schadet, dann ignorier ihn ganz nach dem Motto „Da rein, da raus“ oder sag freundlich, aber bestimmt, dass du ihn nicht annehmen willst.
  • Sei ehrlich. Wenn du merkst, dass ein Ratschlag dir wehtut oder dich verletzt, dann sag es der Person, die ihn gibt. Erklär ihr, wie du dich fühlst und warum du den Ratschlag nicht hilfreich findest. Vielleicht versteht sie dann, dass sie dir keinen Gefallen tut.
  • Grenz dich ab. Wenn du merkst, dass eine Person dir immer wieder zusetzt, geh auf Abstand. Du musst dich weder rechtfertigen noch entschuldigen. Du darfst dich mit gutem Gewissen um dich selbst kümmern, ohne dich schuldig zu fühlen.
  • Such dir Unterstützung. Wenn du dich alleine und unverstanden fühlst, dann suche dir Menschen, die dich verstehen. Das können Freunde, Familienmitglieder , Selbsthilfegruppen oder professionelle Berater sein. Es gibt immer jemanden, der dir helfen kann! 

In diesem kurzen und knackigen Mini-Videokurs kannst du übrigens lernen, wie du mit guten Ratschlägen umgehen kannst. Zusätzlich erfährst du, wie du am besten mit neugierigen Baby-Fragen umgehst.

Stephanie Cekon, Kinderwunschcoach

Stephanie Cekon, Kinderwunschcoach

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© Stephanie Cekon

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